Die reiche Italienerin Bianca Maria Sforza war Kaiser Maximilians I. zweite Ehefrau. Die Mailänderin stand oft im Schatten und wurde zur „vergessenen Kaiserin“. In der Sonderausstellung „Kaiser Maximilian I. – Aufbruch in die Neuzeit“ treffen Sie Bianca Maria Sforza persönlich. Sie erzählt von ihrer Reise über die Alpen und vom Leben am Innsbrucker Hof, über die Beziehung mit Maximilian, der sie nicht nur einmal als „Pfand“ zurückließ, und über ihr großes Unglück der Kinderlosigkeit.

Eine legendäre Mitgift

Bianca Maria Sforza brachte eine prachtvolle Ausstattung und eine wertvolle Mitgift mit nach Innsbruck. Die Auflistung dieses Brautschatzes ist genau erhalten und unglaubliche 184 cm lang. Dieses Inventar umfasst ihre Garderobe, Kleinodien, das Tafelsilber, Zaumzeug und Sättel, Raumausstattung des Frauenzimmers, einen Bettwärmer aus Silber, Seifen und Parfümpasten, einen Spiegel, Bücher, silberne Fingerhüte, 9.000 Näh- und 9.000 Stopfnadeln und vieles mehr. Die Mitgift im Wert von 400.000 Dukaten war für den stets verschuldeten Maximilian der Hauptgrund für diese Heirat.

Ein zeitloser Brautschmuck

Die Mailänder Mode kam mit Bianca Maria Sforza an den Hof von Innsbruck. Besonders kunstvoll war ihr Brautschmuck, der auf Bildern festgehalten wurde. Ein feines Haarnetz, aufwendige Knüpfarbeiten mit Perlen fürs Haar, eine Halskette und ein Gürtel schmückten die Königin. Wie zeitlos und schön dieser Brautschmuck war, zeigt in der Ausstellung eine Nachbildung von Swarovski.

Politischer Rückschlag

Mit dem Gewinn des Herzogtums Mailand hatte die Hochzeit natürlich auch eine politische Bedeutung für Maximilian und das Habsburgerreich. Als Mailand schließlich an Frankreich fiel, verlor Bianca Maria Sforza ihr politisches Ziel.

Wie es ihr damit ging, dass Maximilian sie während seiner Kriegszüge und Reisen meist allein in Innsbruck zurückließ, und ob es ihr trotz schlechter Deutschkenntnisse gelang sich zu integrieren, erfahren Sie aus erster Hand. (VA)

 

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