Gilg Sesselschreiber – schon einmal davon gehört? Sein Name ist untrennbar mit dem Grabmal Maximilians I. verbunden! In der Sonderausstellung „Kaiser Maximilian I. – Aufbruch in die Neuzeit“ stellt sich der Künstler selbst vor. Er erzählt Ihnen, wer er war und wie er zum Grabmacher von Kaiser Maximilian I. wurde. Darüber hinaus berichtet er über die Höhen und Tiefen seines Lebens, den Intrigen, mit denen er zu kämpfen hatte und wie er beim Kaiser in Ungnade fiel.

Der „Grabmacher“

Er war der erste Künstler, der mit der Leitung der Grabmalarbeiten zu dem ewigen Gedächtnis beauftragt wurde. Deshalb wurde er im Volksmund als „Grabmacher“ bezeichnet. Er hat uns acht Bronzestatuen in der Hofkirche hinterlassen, aber auch zahlreichen anderen Figuren durch seine Entwürfe Leben eingehaucht. Er, der sich intensiv mit Porträts von Maximilians Ahnenreihe befasste, von dem aber selbst kein Porträt vorhanden blieb. Ein Künstler, der Großartiges der Nachwelt hinterließ, dessen Werke wir heute noch bewundern. Gilg Sesselschreiber hat insgesamt 16 Jahre mit Maximilian I. als König und Kaiser zusammengearbeitet. Die ersten Jahre gestalteten sich konstruktiv und harmonisch. Doch dann traten bald große Dissonanzen auf, zumal Sesselschreiber seine Werke nicht termingerecht “liefern” konnte. Gründe hierfür gab es viele.

Warum Sesselschreiber der erste und einzige Künstler war, der alles konnte

Sesselschreiber übersiedelte 1508 nach Innsbruck, richtete eine Gusswerkstatt in Mühlau ein. Die Herausforderung bestand in der Umsetzung der Visierungen in Erzbilder. Denn von seiner Profession her war er eben Maler, nicht Bildschnitzer und auch kein Glockengießer. Er war – nach der gescheiterten Zusammenarbeit mit Löffler – gezwungen, das Bossieren und Gießen in seiner Werkstatt selbst auszuführen. Kein leichtes Unterfangen, wie man sich vorstellen kann! Doch damit begann die Tragödie.

Ein Leben wie ein Krimi

Sesselschreibers Arbeit geriet immer mehr ins Stocken. Enttäuscht wandte sich der Kaiser von ihm ab, betraute andere mit dem Projekt seines Gedächtnisses. Derweilen verstrickte sich Meister Gilgen immer mehr in Schwierigkeiten und flüchtete sogar aus Innsbruck. Wie es dazu kam und wie die Geschichte zu Ende ging, das erfahren Sie aus erster Hand.

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