Paul Hofhaimer war ein außergewöhnlicher Musikus. Er wurde am 25. Januar 1459 in Radstadt in eine angesehen Organistenfamilie geboren. Am Hof von Kaiser Friedrich III. erhielt er seine profunde Ausbildung als Organist. Seine Tätigkeit führte ihn auch an den Hof von Erzherzog Siegmund den Münzreichen nach Innsbruck, wo er bis zum Wechsel nach Dresden 1481 verblieb. Alle wichtigen Monarchen der damaligen Zeit wollten in anwerben. So auch die zweite Gemahlin von König Matthias Corvinus, Beatrix von Aragon. Doch vorerst wird er unter den Herzögen Ernst und Albrecht in Sachsen verbleiben.

Bei der Königswahl

Erzherzog Maximilian wurde 1486 in Frankfurt zum deutschen König gewählt. Zu dieser Königswahl wurde auch Paul Hofhaimer geschickt, um die Feierlichkeiten musikalisch zu umrahmen. König Maximilian war begeistert und nahm ihn als Hoforganist beim Amtsantritt in Tirol 1490 in seine Dienste auf. Fortan wurde Hofhaimer sein ständiger Begleiter. Hofhaimer zog mit Maximilian von Reichstag zu Reichstag und von einem Kriegsschauplatz zum nächsten. Das unstete Leben bekam ihm nicht. Er beklagte sich sehr darüber und bat den Kaiser, dass er sich in Augsburg niederlassen dürfe. Dort arbeitete er mit dem Orgelbauer Jan Behaim zusammen. Zudem bildete der bedeutendste Organist seiner Zeit viele Schüler und Schülerinnen aus, die Paulomimen genannt wurden.

Auf der Höhe seiner Karriere

Kaiser Maximilian wandte sich immer wieder an Paul Hofhaimer und bat ihn auch, die Doppelhochzeit in Wien 1515 zu gestalten. Denn es ging um viel. Die Eheschließung per procuram seiner beiden Enkel mit dem Erben von Ungarn und Böhmen sollte das Reich im Osten stabilisieren. Für seine tatkräftige Unterstützung schlug er Paul Hofhaimer 1515 zum Ritter. Dieser erhielt nebst dem Ritterschlag die Verleihung eines Wappens und Albrecht Dürer porträtierte ihn auf der Höhe seiner Karriere. Nach dem Tod des Kaisers wurde er von Erzbischof Matthäus Lang nach Salzburg berufen. 1537 starb er in Salzburg und fand auf dem Friedhof Sankt Peter seine letzte Ruhestätte.

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