Edle Schmuckstücke, mit Perlen bestickte Kleider und Kopfbedeckungen wie Kronen, Hauben, Haarnetze gehören zur Ausstattung einer Königin. Ein besonderes Schmuckstück zeigen wir Dir in der Sonderausstellung „Kaiser Maximilian I. – Aufbruch in die Neuzeit“. Dabei handelt es sich um den Brautschmuck einer Königin, nämlich den von Bianca Maria Sforza. Sie war die zweite Ehefrau von Kaiser Maximilian I.

Mailänder Mode

Bianca Maria Sforza wuchs am Hofe ihres Onkels in Mailand auf, wo zu dieser Zeit auch Leonardo da Vinci lebte.Wahrscheinlich saß sie ihm einige Male Modell, bevor sie zu ihrer Hochzeitsreise über die Alpen nach Innsbruck aufbrach. In ihrem Gepäck befanden sich kostbare Kleider, Schmuck und Alltagsdinge. Was sie alles von Mailand mitgebracht hat und wie sie im Frauenzimmer gelebt hat, welche Kleider, Kopfbedeckungen und Frisuren damals Mode waren, das und vieles mehr zeigen wir Dir.

Frauenzimmer

Die Räumlichkeiten, die man extra für die Königin Bianca Maria Sforza und ihre Hofdamen ausstatten ließ, hießen Frauenzimmer. Die Hauptbeschäftigung der jungen Damen war die Handarbeit. So hat Bianca Maria Sforza zum Sticken insgesamt 9.000 Näh- und 9.000 Stopfnadeln sowie silberne Fingerhüte in ihrer Mitgift ins Frauenzimmer mitgebracht. Kleider wurden mit Perlen und anderen Edelsteinen in stundenlanger händischer Arbeit bestickt und verziert. Je höher der Stand, umso aufwändiger durften die Kleider sein. Stoffe wie Samt und Seide waren nur den reichen und adeligen Herrschaften vorbehalten. Frauen wie Männer haben sich für bestimmte Anlässe besonders herausgeputzt, denn…

Kleider machen Leute

Der Kaiser erließ höchstpersönlich eineKleider- bzw. Luxusverordnung, die festlegte, wer was und wie zu tragen hatte – vom Bauern bis zum Herrn. Sich mit Gold, Silber, Perlen und Seide zu schmücken, war dem einfachen Volk verboten. Als Kopfbedeckung war für den Bauern Kappe und Hut vorgesehen.

Unter die Haube kommen

Junge Mädchen durften ihre Haare offen tragen. Doch sobald Frauen verheiratet waren, mussten sie ihre Haare unter einer Haube oder einer anderen Kopfbedeckung verstecken. Deshalb waren auch die Hauben und Hüte, Haarnetze und Schleier damals nicht nur ein modischer Gag, sondern ein Zeichen des ehelichen Standes. Sie waren damit sozusagen unter der Haube und musste alles unter einen Hut bringen.

Kinder-Werkstatt

Wir werden in der Kinder-Werkstatt mit Kristallen und Perlen unseren eigenen Haarschmuck kreieren. Wir fädeln und knüpfen unsere eigenen Schmuckstücke für die Haare. Abschließend flechten wir sie kunstvoll in die Zöpfe der jungen Hofdamen, so wie es die Mailänder Mode vorsah. Du willst auch dabei sein? Dann komm zur Kinder-Werkstatt und probiere es selbst aus!

 

Öffentlicher Termin, am 23.08.2019 um 14:00 Hofburg Innsbruck

Anmeldung: auf Anfrage unter [email protected]

Dauer: 3 Stunden

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